Aug 20, 2020
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Wie dich klassische Musik als Künstler*in weiter bringt

 

Jedes Jahr bringt neue Sub-Genres mit sich. Als Musikschaffende erweitern wir ständig unsere Grenzen. Wir sehen, was funktioniert, was beim Publikum die meisten Emotionen hervorruft und worin wir uns als Musiker*innen wahrhaft entfalten können. Genres und Musikgattungen zu definieren war schon immer ein chaotisches Thema. Es ist sehr schwierig, die Art von Musik zu definieren, die wir schaffen. Und die Fusion zwischen den Stilen macht es nur noch schwieriger, greifbare Definitionen festzulegen. Ein Genre, in dem kreative Fusion selten vorkommt, ist die klassische Musik.

Als Genre scheint die klassische Musik für sich allein zu stehen. Obwohl viele berühmte Musiker*innen klassisch ausgebildet wurden und viele immer noch klassische Techniken verwenden. Irgendwie haben wir eine Vorstellung davon, was klassische Musik ist, und sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich von den Gattungen entfernt, die in ihrem Kern auf persönliches Schaffen angewiesen sind. Manche Menschen verspüren nie den Drang, die klassische Welt zu erforschen; der klassische Stil in der Populärkultur ist zum Synonym für Verklemmtheit, Langweweile und Eliten geworden. Doch warum spielt klassische Musik noch immer eine so wichtige Rolle in unserer Gesellschaft? Und wie kann sie dich deiner Kunst und dem, was du mit ihr sein willst, näher bringen?

Klassische Musik ist Geschichte

In welchen Genre du auch immer zuhause bist, die klassische Musik ist Teil seiner Abstammung. Es ist erstaunlich und erschreckend zugleich, dass die Klassiker von vor Jahrhunderten die Popmusikszene bis heute geprägt haben. Ohne die klassische Tradition gäbe es keine Konzerte oder Festivals. Und ohne die Entwicklung dieses Genres als Tradition würden wir heute wahrscheinlich überhaupt nichts sehen, was mit der visuellen Performance-Kunst, wie dem Film, zu tun hat. Die Lektüre einflussreicher klassischer Werke kann uns Hinweise darauf geben, wie sich andere Genres entwickelt haben, von welchen Künstler*innen die Vorläufer unseres Stils beeinflusst wurden. Und sie kann uns helfen, die Tradition zu verstehen, aus der unser heutiges Schaffen aufgebaut ist.

Die Erforschung der klassischen Musik kann darüber hinaus als Kulisse für unsere Historie dienen. Klassische Musiker*innen sind seit jeher an Zeremonien beteiligt. Alle Schlachten hatten eine Fanfare. Jeder Monarch hatte einen Hofkomponisten. Jedes Begräbnis, jede Hochzeit, jede Taufe, jede berühmte historische Figur hatte eine speziell auf sie zugeschnittene Musik.

Violinists of a classical orchestra

Wenn du klassische Musik hörst, lernst du die Stories der historischen Vergangenheit durch eine Sprache kennen, die du bereits verstehst: die Musik. Klassische Musik hilft uns, uns den Menschen und den Umständen anderer Epochen nahe zu fühlen. Die selben Dinge, die wir in unserer Musik vermitteln, die Gelassenheit, die Liebe, die Angst, waren alles Dinge, die schon vor 1.000 Jahren gefühlt und in die Musik jener Zeit gegossen wurden. Klassische Musik vermittelt Geschichte – aber im künstlerischen Kontext.

Klassische Musik ist Mathematik

„Wer klassische Musik spielt, muss gut in Mathe sein!“ – Das haben wir alle schon einmal gehört. Es ist nicht immer nachvollziehbar. Aber es gibt einen Grund dafür, dass die weit verbreitete „Genius Baby Music“ eine CD mit Mozart-Sonaten ist. Die Muster der klassischen Musik entwickeln unseren Sinn für formelhafte Erkenntnis – insbesondere die Musik, die in der klassischen Periode (ca. 1730-1820) geschrieben wurde. Die funktionale diatonische Harmonie ist so gestaltet, dass die Muster oft genug wiederkehren, damit wir sie und ihren Zweck erkennen. Gleichzeitig muss unser Gehirn nicht zu sehrarbeiten, um sie wiederzuerkennen.

Dieses Zuhören und Erkennen ist eine der besten Möglichkeiten, den präfrontalen Kortex zu entwickeln. Es ist jener Teil des Gehirns, der für das Gedächtnis und die Berechnung neuer Informationen zuständig ist. Das bedeutet, dass du allein durch das Hören oder Spielen klassischer Musik deine Lernfähigkeit verbessern und die Gedächtnisleistung erweitern kannst. Studien haben gezeigt, dass dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Demenz im späteren Leben verringert wird.

Klassische Musik ist Sport

Alle Genres sind anspruchsvoll – vor allem in der Kombination mit dem Livestyle der mit einer Karriere als Livemusiker*in einhergeht. Doch kein Genre ist ergonomisch anspruchsvoller als das klassische Genre. Akustische Instrumentierung erfordert oft viel mehr Druck der Hände, der Fingern oder eine stabilere Kontrolle von Atem und Artikulation. Das heißt nicht, dass sie grundsätzlich schwieriger ist. Es ist einfach ein sehr kompliziertes und unnachgiebiges Genre, das ein hohes Maß an Präzision erfordert.

Das Gute daran ist, dass die Technik für klassische Instrumente eine der am besten erforschten und am weitesten verbreiteten Wissensgrundlagen ist, die es gibt. Die Beschäftigung mit nur einem Buch/einem Leitfaden/einer Online-Plattform für klassische Technik kann deine Spielweise zum Besseren verändern. Musiker*innen können es sich nicht leisten, ihre Instrumente so viele Stunden am Tag auf unergonomische Weise zu halten, ohne sich zu verletzen. Welches Instrument du auch immer spielst: die umfangreiche Forschung über die klassische Technik kann dein Spiel auf das nächste Level heben. Denn nichts kann einfach sein, wenn es nicht schmerzfrei ist.

Klassische Musik ist toll

Lass es dir von einem sagen, der in der Welt der klassischen Musik aufgewachsen ist: klassische Musik ist trotz all ihrer Vorbehalte unglaublich! Die Art und Weise, wie das Publikum schweigend dasitzt, die Zeremonie des Betretens der Bühne, die Tatsache, dass man ein Musikstück 100 Mal hören kann und trotzdem nicht versteht, was sich in der Mitte abspielt. Klassische Musik macht demütig. Sie ist ein Begleiter und eine Möglichkeit, sich am Ende eines langen Tages zu entspannen. Es handelt sich bei ihr um Musik, die so viel Aufmerksamkeit verlangt, wie man sich leisten kann. Sie kann im Hintergrund oder auf der Hauptbühne spielen. Sie füllt Herzen und leert den Geist. Sie spielt mit dir, sie beruhigt dich. Und es gibt so viel davon. Also los! Worauf wartest du? Entdecke klassische Musik!


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