Juni 30, 2026

Studio-Qualität für überall: Die neuen Yamaha UR-Interfaces im Härtetest

Mal ehrlich: Die Zeiten, in denen du ein millionenschweres Riesenstudio für einen Hit brauchst, sind lange vorbei. Heute entsteht ein Track im Schlafzimmer, backstage auf einem Festival oder beim Jammen am Wochenende. Die moderne Musikszene ist schnell, flexibel und absolut unberechenbar – dein Gear muss da einfach mithalten.

Dass wir bei gigmit YAMAHA feiern, ist kein Geheimnis. Genau deshalb haben wir uns für unseren neuesten Artist Call wieder mit ihnen zusammengetan. Yamaha hat das Ruder der legendären Hardware-Reihe von Steinberg übernommen und den bewährten Studio-Klassikern unter eigenem Namen ein fettes Upgrade verpasst.

Wir haben die neuen Interfaces der URX-Serie direkt ins kalte Wasser geworfen und im echten Leben getestet. Schauen wir uns mal an, welche Technik in den Kisten steckt und wie zwei absolute Pro-Acts sie in ihr tägliches Setup integriert haben.

Der neue URX-C Core: Heavyweight-Tech im Lightweight-Format

Die UR-Serie war schon immer die erste Wahl für Musiker*innen, die einfach wollen, dass ihr Gear läuft und fett klingt. Bei der neuen URX-Reihe hat Yamaha dieses extrem zuverlässige, unzerstörbare Fundament beibehalten, das Innenleben aber mal so richtig aufgemotzt.

Bevor wir uns die einzelnen Modelle anschauen, hier die Key-Features, die in der DNA der gesamten URX-Familie stecken:

  • Ultra-hochauflösendes 32-Bit / 192 kHz Audio: Die meisten Standard-Interfaces machen bei 24-Bit schlapp. Durch den Sprung auf 32-Bit-Integer-Recording fangen diese Units eine unglaubliche Dynamikbandbreite ein. Das bedeutet: Deine leisesten Akustik-Details bleiben glasklar und plötzliche, laute Peaks clippen nicht sofort.
  • Yamaha „D-PRE“ Preamps: Das sind Class-A-Studio-Vorverstärker, die in der Industrie für ihren wunderschönen, transparenten Sound bekannt sind. Sie fangen genau das ein, was dein Mikrofon hört – ohne künstliche Verzerrung oder ungewollte Färbung.
  • Onboard DSP & die dspMixFx App: Das ist die Geheimwaffe. Jedes Interface hat einen internen Custom-DSP-Chip. Wenn du Effekte wie Kompressor, EQ oder Gitarren-Amp-Simulationen nutzt, berechnet das Interface diese direkt intern. Die CPU deines Rechners muss keinen Finger rühren, und du bekommst latenzfreies Monitoring (ohne jede Verzögerung).
  • Hardware-Control & Loopback: Features wie ein physischer MONO-Button sorgen dafür, dass dein Mix auf allen Systemen perfekt zentriert bleibt. Plus: Die integrierte Loopback-Funktion mixt deine Live-Inputs nahtlos mit dem Audio-Playback deines Rechners – der absolute Lebensretter für Livestreams oder Podcasts.

Je nachdem, wie viele Instrumente du anschließen willst, hat Yamaha zwei verschiedene Versionen am Start:


Das Studio-Arbeitstier: Yamaha URX44C

Wenn du mit Live-Instrumenten, mehreren Mics oder externem Hardware-Gear arbeitest, ist das URX44C deine ultimative Desktop-Zentrale. Dieses 6-In/4-Out-Interface bietet dir vier Class-A D-PRE Preamps auf der Vorderseite (alle mit +48V Phantomspeisung für Kondensatormikrofone), MIDI-In/Out für deine Synths und zwei komplett unabhängige Kopfhöreranschlüsse mit separaten Lautstärkereglern. Heißt: Du und dein*e Feature-Artist können gleichzeitig völlig unterschiedliche Kopfhörermixe hören.

Wir haben ein Exemplar an Suncity Brass geschickt, um zu sehen, wie es sich bei einer komplexen Akustik-Session mit mehreren Mikrofonen schlägt. Für sie hat die Flexibilität bei den Eingängen den kompletten Workflow verändert:

Die zusätzlichen Eingänge und Routing-Optionen waren extrem nützlich für unseren Workflow. Für mich waren vor allem die vier Mikrofoneingänge wichtig, da ich so vier Blechblasinstrumente gleichzeitig in hoher Qualität aufnehmen konnte. Obendrauf konnte ich elektronische Instrumente ganz einfach über die Klinkeneingänge anschließen, was das Setup super flexibel gemacht hat.

Wenn du Bläser aufnimmst, brauchst du einen Preamp, der mit hohem Schalldruck umgehen kann und trotzdem die echte Wärme und Energie des Instruments einfängt. Suncity Brass fanden genau das bei den integrierten D-PRE Preamps:

Was mich am meisten begeistert hat, war der natürliche Sound. Sie fügen dem Signal keinen künstlichen Charakter oder unnötige Färbung hinzu… Das Ergebnis klingt offen, clean und sehr lebendig.

Am Ende des Tages ist das beste Gear das, das dir nicht im Weg steht, damit du dich voll auf deine Performance konzentrieren kannst. Suncity Brass stimmen zu und ergänzen, dass das Interface für eine reibungslose Session gesorgt hat:

Selbst bei der gleichzeitigen Aufnahme mehrerer Quellen blieb der Workflow übersichtlich und leicht zu handhaben. So konnte ich mich mehr auf die Musik und weniger auf die technische Vorbereitung konzentrieren.

SUNCITY BRASS IN ACTION: Willst du sehen, wie sie ihr Live-Setup für die Bläser aufgebaut und ihr Gear geroutet haben? Check hier ihr kurzes Studio-Workflow-Video ab! 


Das Kraftpaket für unterwegs: Yamaha URX22C

Was, wenn dein Studio genau dort ist, wo du gerade mit deinem Laptop sitzt? Das URX22C ist ein kompaktes 2-In/2-Out USB 3.0 Audio-Interface, das voll auf Speed, Portabilität und schnelles Setup getrimmt ist. Es bietet zwei XLR/Klinke-Kombo-Eingänge (mit einem dedizierten Hi-Z-Schalter an Input 2, damit du eine E-Gitarre oder einen Bass direkt ohne DI-Box anschließen kannst), MIDI I/O und kann komplett via USB-C über deinen Rechner oder dein iPad mit Strom versorgt werden.

Produzent und Artist JOCA hat das URX22C mit auf Tour genommen, um die Grenzen in wechselnden Umgebungen auszutesten. Erster Eindruck? Das Teil ist gebaut, um das Tourleben zu überstehen.

Das URX22C ist robust gebaut und lässt sich daher super einfach und sicher transportieren“ erzählt uns JOCA. Sobald die nötigen Treiber installiert sind, läuft alles absolut flüssig.

Eines der größten Probleme beim mobilen Recording ist die Latenz, wenn man Vocals über einen normalen Laptop aufnimmt. Die internen DSP-Chips des URX22C lösen das Problem komplett. JOCA feiert es, überall ohne riesiges Computer-Setup aufnehmen zu können:

Ich habe den integrierten DSP für latenzfreies Monitoring genutzt. Das ist ein wirklich großartiges Feature, besonders für mobiles Recording, wenn man keinen superleistungsstarken PC zur Hand hat und direkt über den Laptop aufnimmt.

Weil es so robust und unkompliziert ist, nutzt JOCA es sogar perfekt für Coachings und Mentoring:

Ich nutze das URX22C besonders gerne, wenn ich unterwegs bin, vor allem bei Workshops mit Kids. Weil es so robust und klar strukturiert ist, lässt sich die Handhabung super einfach erklären.

SIEH DIR AN, WIE JOCA UNTERWEGS PRODUZIERT: Schau dir an, wie JOCA einen Beat von der ersten Idee bis zum Recording mit diesem ultra-portablen Mobile-Setup hochzieht. Clip ab: 


Fazit: Welches ist das richtige für dich?

Yamaha hat hier genau den Sweet Spot zwischen einsteigerfreundlichem Layout und professioneller Performance getroffen.

Laut Suncity Brass ist das größere URX44C der absolute Allrounder für Bands und Multi-Instrumentalisten:

Ich denke, es ist ein sehr vielseitiges Interface, das eine breite Zielgruppe bedienen kann. Es ist einfach genug für Einsteiger, liefert aber trotzdem professionelle Ergebnisse… Es funktioniert im Homestudio genauso gut wie im Live-Konzert-Setting.

JOCA stimmt zu, dass das kleinere, robuste URX22C ein Traum für Creator on the move ist:

Es ist perfekt für alle Beginner, aber auch für Pros, die oft in unterschiedlichen Settings und Locations arbeiten. Außerdem ist es außergewöhnlich gut für Rapper und Rap-Producer geeignet.

Bist du bereit, dein Studio-Setup zu upgraden oder dir ein mobiles Rig aufzubauen, auf das du dich echt verlassen kannst? Jedes Interface kommt im Bundle mit Cubase AI und Cubasis LE für iPad – deine Studio-Software ist also direkt am Start, sobald du das Teil einstöpselst.


Hier geht’s zur kompletten Yamaha URX-C Range


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