Aug 13, 2020
Gastbeitrag von Matilda Nettervik

Ist die Live-Industrie ein Corona-Opfer?

 

Freuen wir uns nicht alle jeden Sommer auf die Festivalsaison? Fühlen wir nicht alle die Aufregung, wenn wir die Karten für unsere Lieblings-Live-Acts gekauft haben?

Wir haben dieses Gefühl nie in Frage gestellt oder befürchtet, dass es uns eines Tages genommen würde. Dann passierte das Unvorhergesehene: Corona. Was macht der Virus mit der Livemusik-Industrie und allen, die von ihr abhängig sind? Wie verdienen die Künstler*innen nun ihren Lebensunterhalt? Wie überleben die Unternehmen? Und was können wir in der dunkelsten aller Zeiten tun, um es ein bisschen heller zu machen? Wie können Fans und Konsumenten helfen? Wie machen wir das beste draus? Und sind Menschen in Zukunft bereit, ihre Gesundheit zu riskieren, um zu Live-Konzerten zu gehen? Wird dieser Teil der Branche überleben? Gibt es Hoffnung?

Warum Live so wichtig ist

Die Live-Branche ist heute in der Musikindustrie ein sehr wichtiger Aktivposten und Ertragsbringer. Seitdem der Vertrieb von Tonträgern vom physischen Verkauf auf digitales Streaming umgestellt wurde, haben Künstler*innen mit ihren Aufnahmen weniger Geld verdient. Daher ist das Geld aus dem Live-Spielen ein Vielfaches ihres wichtigsten Einkommens. Live-Spielen trägt auch dazu bei, die Chance auf den Verkauf von Merchandise-Artikeln zu erhöhen, was ein weiteres wichtiges Einkommen für die Musiker*innen darstellt. Schon vor Corona, während der Wirtschaftskrise im Jahr 2008, wurde die Live-Industrie hart getroffen. Doch seitdem ist sie aufgeblüht und in den letzten zehn Jahren stark gewachsen. Riesige Festivals wie Coachella, Lollapalooza und Glastonbury erwirtschaften mit den größten Künstler*innen in ihren Reihen jedes Jahr eine enorme Menge Geld. Allein in Glastonbury wurden die Einnahmen auf 130 Millionen US-Dollar geschätzt. Livemusik gibt es überall, von den kleinsten Veranstaltungsorten bis hin zu den größten Arenen und Festivals. Und sie sind für die Wirtschaft wichtig. Expert*innen rechneten für die kommenden Jahre mit einem weiteren Wachstum auf 31 Milliarden US-Dollar bis 2022, 36,6 Mrd. US-Dollar im Jahr 2024 und bis 2030 auf 38 Mrd. US-Dollar. Das sind 10 Mrd. US-Dollar mehr als die 28 Mrd. US-Dollar Ende 2019. Dann kam der Stop.

Vorbereitet auf das Unvorhergesehene

Wenn du ein Unternehmen leitest oder ein*e Künstler*in bist, kannst du wahrscheinlich damit rechnen, dass dein Unternehmen einen schlechten Monat, ein schlechtes Quartal oder sogar ein schlechtes Jahr haben wird. Aber niemand hat erwartet, dass die Dinge auf so abrupte Weise vollständig zum Stillstand kommen würden. COVID-19 traf uns Anfang 2020 aus dem Nichts und die Welt stand still. Laut Marcus Fitzgerald von gigmit sollten wir ein wenig in der Zeit zurückblicken.

„Als ich während des Studiums von meinem Professor der alten Schulegelernt habe, wie man ein Unternehmen führt, sagte er immer, dass das erste, was man tun muss, ist, die ersten Gewinne zu sparen, um im besten Fall ein Jahr lang alle Kosten decken zu können. Wenn du null Einnahmen hast, kannst du als Unternehmen ein ganzes Jahr vom Ersparten überleben. Nun, die Zeit, in der ich studiert habe, ist ein bisschen her. Die Wirtschaft und die Art und Weise, wie die Wirtschaft funktioniert, entspringt dieser Denkweise. Ich denke, einige Gedanken dazu sind wirklich hilfreich und gesund. Aber wenn man sieht, wie viele riesige Unternehmen jetzt gerettet werden müssen und große finanzielle Probleme haben, aber in den vergangenen Jahren Millionen oder Milliarden Dollar Gewinn gemacht haben, dann frage ich mich: Warum wird dieses Geld nicht zumindest teilweise für den Aufschwung verwendet?“ 


Portrait Marcus Fitzgerald, gigmit CEO and FounderMarcus Fitzgerald & gigmit

Marcus Fitzgerald ist der Gründer und CEO von gigmit, einer der größten Online-Plattformen Europas für Livemusik Booking mit Sitz in Berlin. Sie hat inzwischen über 120.000 Nutzer*innen und ihre Mission ist es, Booking so einfach wie möglich zu machen. Künstler*innen sollen so schnell wie möglich Gigs bekommen können.


Wie sich die Krise auf die Industrie auswirkt

Die Unternehmen, Agenturen, Veranstalter*innen und Venues der Live-Unterhaltung sind von Corona stark betroffen. Sie sind abhängig von den zu organisierenden Auftritten und Veranstaltungen und von den Personen, die die Eintrittskarten kaufen. Wenn du als Kreativer in der Musikindustrie arbeitest, ist dein Job oft auch dein ganzes Leben. Viele unabhängige Künstler*innen haben auch schon so damit zu kämpfen, genug Geld zu verdienen, um ihre Rechnungen bezahlen zu können. Viele sind gezwungen, Nebenjobs anzunehmen, um das tun zu können, was sie lieben. Corona hat die Künstler*innen sehr hart getroffen, vor allem die kleineren, unabhängigen Acts, die auf die Einnahmen aus dem Live-Spielen und dem Verkauf von Merchandise angewiesen sind und kein Label haben, das ihnen Rückendeckung gibt. Sie verlieren ihr wichtigstes Einkommen und im schlimmsten Fall auch ihren Nebenjob als Folge von Corona. Einige Leute sahen diese Abriegelung als eine Gelegenheit, kreativ zu sein und in Ruhe an ihrer Kunst zu arbeiten. Aber einige Künstler*innen fühlten sich blockiert und uninspiriert und konnten nicht so produktiv sein, wie sie es sich wünschten. Die Pandemie wirkt sich nicht nur auf die Einkommens- und Arbeitssituation der Menschen aus. Sie hat auch enorme Auswirkungen auf unseren Geisteszustand und unsere Energie. Kunstschaffende reagieren auf viele verschiedene Arten. Und selbst wenn Produktivität der Fall ist; was ist, wenn die Werkzeuge fehlen, die einem helfen können? Nicht jede*r hat ein Studio zu Hause.

Wie Unternehmen während der Krise arbeiten

In den ersten Phasen der Krise standen wir alle unter Schock. Wir wussten nicht, was wir tun können und wie lange unser Leben pausieren würde. Das Virus schien überall um uns herum zu sein und verursachte Panik. Die Menschen hatten nicht nur Angst um ihre finanzielle Lage, sondern auch um ihr Leben. Wir mussten Lösungen finden und uns an die Situation anpassen. Die Krise überleben und das Beste aus ihr machen! In dieser Situation ist der Druck auf die Unternehmen enorm gewachsen. Für diejenigen, die die Chancen gesehen und ergriffen haben wird es sich jedoch auszahlen. Innovativ zu sein und neu zu bewerten statt einfach abzubrechen und auf bessere Zeiten zu warten, war für einige das entscheidende Credo. Auch das Sammeln dieser neuen Erfahrungen und Kenntnisse in einer Online-Streaming-Welt, in der wir uns jetzt befinden, schafft neue Möglichkeiten und Chancen. Selbst wenn sich die Dinge wieder normalisieren. Unternehmen und Künstler*innen haben die Möglichkeit, ihre Live-Shows und Veranstaltungen weltweit zu streamen und einer weniger begrenzten Anzahl von Zuhörer*innen und Besucher*innen zugänglich zu machen. Sponsoren und Partner können von überall auf der Welt kommen und über mehr Daten verfügen, die sie analysieren können. Auch wenn dieser Zeitraum in vielerlei Hinsicht als äußerst beengend empfunden wurde, so hat er doch auch unsere Visionen und Möglichkeiten in anderen Bereichen erweitert. Ganze Entwicklungsländer können jetzt auf einer anderen Ebene teilhaben als früher, als sie es sich nicht leisten konnten, zu Konzerten und Veranstaltungen zu fliegen.

Marcus Fitzgerald von gigmit sagt, er habe in dieser Krise aufgrund der vielen verschiedenen Projekte und Möglichkeiten seines Unternehmens Glück gehabt. „Wir kooperierten mit Plattformen, die Live-Streaming-Möglichkeiten anbieten und gigmit zur Suche nach neuen Talenten und zur Verwaltung ihres Programms nutzen. Wir haben zusammen mit Markenpartnern Möglichkeiten geschaffen, dass Künstler*innen Videos von zu Hause aus produzieren und dafür von der Marke bezahlt werden konnten. Es gab also verschiedene Optionen für Live Atcs und DJs, noch aktiv zu sein. Wir haben auch allen möglichen Links und Informationen, die Künstler*innen und Veranstaltenden in diesen Zeiten helfen, gesammelt – also finanzielle Hilfe, Hilfe bei der Promo oder Plattformen, die ihre Gebühren senken und solche Dinge. Und wir haben versucht, all dies zusammenzutragen und in unserem Blog eine Menge Inhalte rund um dieses Thema zu produzieren, um die Musikschaffenden der gigmit Community weiter zu bringen.“

Was Künstler*innen tun können

Anfangs gab es Leute, die sagten, diese Krise sei nicht die Zeit für die Veröffentlichung neuer Musik. Der Grund dafür lag darin, dass das Streaming in der ersten Periode zurückzugehen schien. Man hätte denken können, dass die Streamingzahlen durch die Decke gehen würden, weil die Leute sich während des Lockdowns langweilten. Aber die Tatsache, dass die Zahlen zunächst sogar rückläufig waren, schien eine Folge davon zu sein, dass die Menschen nicht mehr pendelten, ins Fitnesstudio gingen und Musik hörten, wie sie es in ihrem normalen Tagesablauf tun würden. Die Menschen wandten sich stattdessen der visuellen Unterhaltung zu, wie Videoplattformen, um ihre Langeweile zu vertreiben. Visuelle Inhalte dominierten und YouTube und TikTok Aufrufe nahmen deutlich zu. Doch dann stieg das Streaming wieder an und die Leute begannen nach dem ersten Teil des Shutdowns nach neuer Musik zu suchen. Die Zahl der Premium-Benutzer nahm bei Spotify sogar noch zu. Das ist eine gute Gelegenheit für unabhängige Künstler*innen, neue Musik zu veröffentlichen! Gerade jetzt, wo viele der größeren Acts die Veröffentlichung aus Promotion-Gründen verschoben haben.

Die Welt erkannte, dass Livestreaming ernst genommen werden musste, weil wir nicht wussten, wann diese Krise vorbei sein würde. Wir mussten einfach handeln und uns in Ermangelung physischer Möglichkeiten mit Unterhaltung in digitaler Form befassen. Künstler*innen starteten Livestreams und kamen auch zu virtuellen Festivals zusammen. Die Livestreaming-Firmen begannen, verschiedene Optionen für Künstler*innen zu entwickeln, um ihre Livestreams zu monetarisieren. Selbst ohne Einnahmen ist das Livestreaming eine großartige Möglichkeit für Künstler*innen, eine größere Fangemeinde zu gewinnen. Chartmetric zeigt in einer Fallstudie, wie ähnliche Künstler*innen desselben Genres mehr oder weniger aktiven im Livestreaming sind. In der Mehrzahl der Fälle gewannen die Künstler*innen, die aktiver waren, indem sie sowohl auf ihren eigenen Kanälen live auftraten als auch sich anderen anschlossen, deutlich mehr Fans. Wir müssen versuchen, das Beste aus der Zeit zu machen. Diese Pandemie war auch eine große Chance für die Künstler*innen, an ihrem Marketing, ihren Instrumentenkenntnissen, ihrer Kommunikation, ihrem Repertoire und an Dingen zu arbeiten, für die viele vorher keine Zeit zu haben glaubten.

Gibt es Hilfe?

Auf der ganzen Welt gibt es Regierungen, die Freiberufler*innen und Akteur*innen der Kreativwirtschaft anbieten, sich um Hilfsgelder zu bewerben.

  • Während der Krise startete Spotify sein COVID-19 Music Relief Project. Sie boten den Fans die Möglichkeit, auf Künstler*innenseiten zu spenden sowie Matching-Spenden für Organisationen in Höhe von bis zu 10 Millionen US-Dollar.
  • Die deutsche GEMA hat einen Hilfsfonds für ihre Songwriter*innen und Komponist*innen ins Leben gerufen. Sie zahlt bis zu 40 Millionen Euro aus.
  • Die Musikplattform Bandcamp hat für eine Reihe von Freitagen auf ihre Einnahmen verzichtet und den Künstler*innen 100 % der Umsätze für diesen Tag überlassen. Sie begannen mit einem Freitag im März. An diesem Tag gaben die Fans 4,3 Millionen US-Dollar aus, was im Vergleich zu einem normalen Freitag dem 15-Fachen der Einnahmen auf der Website entspricht.
  • Die Plattform Songtradr senkte die Gebühren, um Künstler*innen zu helfen, indem sie bis zum 1. September kostenlosen Vertrieb anbot.
  • Die Sony Corporationrichtete einen Hilfsfonds COVID-19 ein, in dem ein Teil des Geldes an die kreative Community geht.
  • Das Plattenlabel Believe stellte ein Playbook zusammen, das den Künstler*innen helfen soll, ihre Marketingfähigkeiten während des Lockdowns zu verbessern.

Dies sind nur einige Beispiele für größere Branchenakteure, die wirklich einen Unterschied gemacht haben, um den kleineren Akteuren in Not zu helfen. Viele der kleineren Veranstaltungsorte, Promoter, Booking Agenturen, Clubs und Künstler*innen hatten schon vor Beginn der Krise Probleme. In Berlin wurde die Initiative United We Stream gestartet, die es Clubs in Berlin und auf der ganzen Welt ermöglicht, Livestreams zu senden. Die Zuschauer*innen können spenden. Das Geld fließt in einen Rettungsfonds, um die Clubs und Veranstaltungsorte in Not zu unterstützen. Nur Clubs mit einer Kapazität von bis zu 1.500 Zuschauer*innen können sich für den Fonds bewerben.

Wie du als Konsument*in hilfst

Das Einzigartige an dieser Situation ist, dass jede*r auf die eine oder andere Weise betroffen ist. Künstler*innen und Unternehmen leiden unter dem Verlust von Veranstaltungen und Live-Auftritten. Und auch viele Verbraucher*innen befinden sich in einer angespannten Lage, weil sie Gefahr laufen, ihren Arbeitsplatz und sogar ihre Angehörigen zu verlieren. Nur wenige Menschen wagen es, in einer solchen Situation Geld auszugeben. Viele wissen nicht, wann sich ihr Leben wieder normalisieren wird. Was können also Konsumenten und Fans tun, um zu helfen? Der größte Wunsch von Künstler*innen und Menschen aus der Branche ist Engagement und die Nutzung der Inhalten, die online angeboten werden; Veranstaltungen, Streaming-Konzerte und Livestreaming. Es ist wichtig, die Musik zu teilen, zu verbreiten und zu fördern. Folge deinen Lieblingsacts in den sozialen Medien! An die Fans, die es sich leisten können: helft den Künstler*innen finanziell! Kauft Musik und Merch auf Plattformen, spendet bei Livestreams! Nutzt alle möglichen Funktion, den Künstler*innen oder den Clubs Geld zu spenden und kauft Gutscheine von lokalen Veranstaltern. Das Engagement ist der wichtigste Teil. Und es ist kostenlos.

Blaues Licht: Hoffnung für die Live-Industrie nach Corona?

Haben wir etwas für Morgen gelernt?

Viele Dinge sind noch ungewiss. Wir können nichts mit Sicherheit wissen, solange wir keinen Impfstoff haben. Analysten sagen, dass die Live-Industrie Gefahr läuft, durch Corona 5 Milliarden US-Dollar zu verlieren. Pollstar hat einen Bericht vorgelegt, der mehrere verschiedene Szenarien aufzeigt, bei denen die Industrie im Jahr 2020 9 Milliarden US-Dollar verlieren könnte. Was wir wissen, ist, dass selbst wenn die Menschen die Wahl hatten, entweder eine Rückerstattung für ihr Ticket zu erhalten oder es für die Zukunft aufzubewahren, sich 90% der Menschen dafür entschieden, ihr Ticket zu behalten. Dank der Technologie waren wir in der Lage, innovativ zu sein, zu lernen und die Dinge aus neuen Perspektiven zu sehen. Eine weitere Sache, die wir gelernt haben, ist, dass wir die Dinge schätzen müssen, die wir immer als so selbstverständlich ansahen. Wir müssen zusammenhalten und uns gegenseitig helfen, um auch Einfluss darauf zu nehmen, wie Künstler*innen wertgeschätzt werden, damit sie in der Lage sind, angemessenes Geld zu verdienen. Klatschen allein reicht nicht! Wir können auch lernen, nachhaltiger zu leben und unsere lokale Szene zu unterstützen. Auch wenn die Zukunft noch ungewiss ist, haben es die Menschen geschafft, aufzuholen und sich an die Situation anzupassen, innovativ zu sein und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um die Krise zu bewältigen.

Gibt es Grund zur Hoffnung?

Man kann mit Sicherheit sagen, dass das Jahr 2020 ein turbulentes war. Wir haben uns in Situationen wiedergefunden, von denen wir nie gedacht hätten, dass wir uns ihnen stellen müssen. Wir waren verängstigt, unsicher und viele Menschen haben Arbeitsplätze und Angehörige durch eine Pandemie verloren, die uns wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf. Sie war für alle emotional belastend – insbesondere für diejenigen, die von den Einnahmen aus der Live-Unterhaltung abhängig sind. Es liegen schwere Zeiten hinter uns. Aber in diesen harten Zeiten ist auch etwas anderes passiert. Wir haben zusammengehalten, fanden neue Möglichkeiten, innovative Lösungen und gewannen Erkenntnisse in völlig neuen Bereichen, die uns die Augen für eine ganz neue Welt von Lösungen öffneten, die wir uns vorher nicht vorstellen konnten. Die meisten Menschen in der Branche sind positiv und optimistisch. Es ist ein Gefühl der Einheit und der Zugehörigkeit. Wir sitzen alle im selben Boot. Und wir werden das irgendwie durchstehen, wenn wir uns gegenseitig helfen. Wir lassen uns bereits Wege einfallen, uns zu erneuern und die Situation sogar zu nutzen. Die Menschen brauchen Unterhaltung, Einheit und Gemeinschaft. Das wird nicht verschwinden. Auch wenn die Dinge im Laufe der Zeit anders aussehen werden. Und langsam beginnt die Welt vorsichtig aufzuwachen, und die Dinge werden sich vielleicht nicht mehr zu dunkel anfühlen. Die Konzert- und Festivalbesucher*innen freuen sich darauf, ihre Lieblingsacts zu sehen, wenn sich ihnen nur die Gelegenheit dazu bietet.

Die Live-Industrie wird überleben. Die Menschen sind entschlossen, dass sie es muss. Wir müssen sie nur auch wertschätzen. Die Menschen haben das Bedürfnis, gemeinsam Live-Unterhaltung zu genießen. Eine Pandemie wird das nicht verhindern. Es gibt Hoffnung! Kreativität ist mächtig und kann nicht so einfach gestoppt werden.


Über die Autorin

Matilda Nettervik, 29, ist Studentin der Musikwirtschaft am SAE Institute Berlin. Sie stammt aus Schweden und entschied sich, nach Berlin zu ziehen, um ihren Traum zu verwirklichen, in der Musikindustrie zu arbeiten. Sie hat einen Hintergrund im Einzelhandelsmanagement und neben ihrem Studium arbeitet sie im Artistmanagement und mit visuellen Medieninhalten.


Es gibt Hoffnung! Let’s go!
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